Selbstwirksam durch Charakterstärken: So wirst du selbstbewusster!

Selbstwirksam durch Charakterstärken: So wirst du selbstbewusster!

Lesedauer 7 Minuten

Selbstwirksamkeit ist leider größtenteils noch unbekannt (daher auch der Ausdruck “Geheimzutat”). Das ändern wir in diesem Artikel! Denn:

Selbstwirksamkeit gehört als eine der drei Hauptkomponenten des Selbstbewusstseins zu einer absolut essentiellen Grundzutat für ein erfülltes und erfolgreiches Leben.

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In diesem Artikel beantworte ich die folgenden Fragen:

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Was ist Selbstwirksamkeit?

SELBSTWIRKSAMKEIT beschreibt den Einfluss deines Selbstbildes auf das Handeln – zum Beispiel, wenn du dir durch dein Selbstbewusstsein etwas zutraust. Oder aber wenn du Situationen vermeidest, in denen dein Selbstbewusstsein bedroht sein könnte.

Selbstwirksamkeit spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, deine Ziele zu verfolgen und zu erreichen: Sie bestimmt, wie viel du dir zutraust, bei welchen Aufgaben du lieber dankend ablehnst und Angst vor dem Versagen hast, wie perfektionistisch du Dinge erledigst und wie optimistisch du in deine Zukunft schaust.

Selbstwirksamkeit

Misserfolgserlebnisse – gerade in der Kindheit – die nicht durch liebevollen Umgang der Bezugspersonen aufgefangen, sondern im schlimmsten Fall sogar zu Abwertung führen (du bist dafür einfach nicht geeignet/zu untalentiert/grob/falsch/…) können die Selbstwirksamkeit erschüttern.

Wenn tief im Inneren die Überzeugung existiert, dass wir nicht wirklich zum Erfolg fähig sind, führt das zu Resignation und einem “Weg-Duck-Verhalten”. Bloß nicht zu viel erwarten vom Leben/Beruf/Beziehung, bloß nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen, bloß nicht zu groß denken und zu schwere Aufgaben wählen, wo man doch eh nur wieder scheitert und so weiter ..

Was also tun, wenn so ein Negativ-Kreislauf vorliegt?

✶ Was kann ich tun, wenn meine Selbstwirksamkeit niedrig ist und ich nicht mehr so richtig an mich glaube?

Erstmal bittte: No worries, diese Probleme sind absolut zu bewältigen.Dieser Prozess erfordert aber etwas Durchhalten, denn alte Gewohnheiten und Glaubensmuster lassen sich nicht auf Knopfdruck “umprogrammieren”.

Es ist wie im Fitness-Bereich: Um Resultate zu sehen, reicht es nicht, einmal ins Studio zu gehen und vier Stunden zu trainieren.

Eine nachhaltige, langfristige Veränderung siehst du nur, wenn du dran bleibst, sie braucht Zeit und kontinuierliches Training.

Selbstwirksamkeit

Ich habe heute eine sehr effektive Einsteiger-Methode für dich, mit der du starten und deine Selbstwirksamkeit Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst!

Dranbleiben lohnt sich: Du wirst merken, wie gut dir dein neues Selbstvertrauen tut und wie du mit der Zeit spürbar erfolgreicher und erfüllter durchs Leben gehst.

Die Methode, die ich dir heute vorstellen möchte, ist das sogenannte “Stärkentraining”. Der Ansatz basiert darauf, statt deinen (vermeintlichen) Schwächen oder Fehlern bewusst und gezielt deine persönlichen Stärken in den Blick zu nehmen!

Warum gerade Stärkentraining – sollte ich für mehr Erfolg nicht lieber meine Schwächen verbessern?

Forschung aus dem Bereich der Positiven Psychologie hat gezeigt, dass Stärkentraining sehr effektiv beim Aufbau der Selbstwirksamkeit unterstützt.

Menschen, die ihre Stärken ausleben, sprechen klarer, sitzen und stehen aufrechter, zeigen mehr Ausdruck in Gestik und Mimik und erzeugen mehr Wirkung, da sie als charismatischer erlebt werden. (Blickhan 2015, Biwas-Diener 2010)

Die Autoren der Studie erklären das mit der “Segelboot-Metapher”:

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Segelboot auf offener See und bemerken ein Leck. Wenn Sie nicht untergehen wollen, ist das Flicken dieses Lecks not-wendig und hat Vorrang. Doch das alleine wird Sie nicht voranbringen, wenn Sie nicht auch irgendwann die Segel setzen. Stärken sind wie der Wind in den Segeln: Sind die Segel gesetzt, dann gewinnt das Boot schnell an Fahrt und kann sich seinen Zielen nähern.

Biwas-Diener, 2010, zit. nach D. Blickhan (2015, S. 102): Positive Psychologie. Paderborn: Junfermann- Verlag.

Also: Bitte nicht NUR Schwächen verbessern – langfristig ist es mindestens genauso wichtig und in jedem Fall für deine Selbstwirksamkeit deutlich effektiver, wenn du auch Stärkenarbeit machst.

Wer sich auf das fokussiert, was er gut kann, genießt mehr Erfolgserlebnisse und dadurch einen positiven Rückkoppelungseffekt. Das Selbstvertrauen wird bestärkt, und neue Herausforderungen werden zukünftig öfter in Angriff genommen und besser bewältigt.

Klingt gut? Dann lass mich dir im nächsten Schritt erklären, wie Stärkentraining funktioniert und wie du deine persönlichen “Signaturstärken” herausfinden kannst.

Welche Stärken gibt es?

Wie finde ich meine Stärken?

In der positiven Psychologie werden aufbauend auf Forschungsarbeiten von Martin Seligman 24 Charakterstärken unterschieden, die folgenden sechs “Stärkenfamilien” zugeordnet werden:

Um herauszufinden, in welcher Reihenfolge diese Stärken bei dir persönlich ausgeprägt sind, existiert auf der Seite des VIA-Institute of Character ein kostenfreier Stärken-Test für dich.

Es handelt sich dabei um einen wissenschaftlich validierten Fragebogen1, sodass die Ergebnisse für DICH persönlich zuverlässig sind. Nicht geeignet ist der Fragebogen dagegen für den Vergleich zweier Personen im Sinne von “mehr/weniger” oder “besser/schlechter” – bitte beziehe deine Ergebnisse daher nur auf deine eigene Person.

Die VIA-Umfrage zu Charakterstärken ist eine kostenlose Selbsteinschätzung, die weniger als 15 Minuten dauert und eine Fülle von Informationen bietet, die Ihnen helfen, Ihre besten Eigenschaften zu erkennen. VIA-Berichte bieten personalisierte, eingehende Analysen Ihrer kostenlosen Ergebnisse, einschließlich umsetzbarer Tipps, um Ihre Stärken einzusetzen, um mehr Wohlbefinden zu erreichen.

VIA-Institute of Character, https://www.viacharacter.org/ (Stand: 07/01/22)

Wie trainiere ich meine Charakterstärken für mehr Selbstwirksamkeit?

Sobald du den Test absolviert hast, kannst du mit dem Stärkentraining loslegen!

Konzentriere dich dabei bitte zunächst auf deine “Top Fünf”-Stärken im Testresultat. Das sind deine sogenannten “Signaturstärken”, die eine hohe Bedeutung für dein Leben und am meisten Potential für deine Selbstwirksamkeit besitzen.

Von diesen fünf Stärken wählst du zunächst eine Stärke aus, mit der du beginnen möchtest. Stärken zu trainieren bedeutet im Wesentlichen, sie neu zu entdecken, also:

SCHLAFENDE Stärken zu wecken und

AKTIVE Stärken auf andere Weise einzusetzen.

Wenn du eine Stärke noch nicht einsetzt, beginnst du neu damit. Und bei Stärken, die du schon einsetzt, findest du neue Möglichkeiten und baust den Einsatz ggf. aus. Easy, oder?

Ich empfehle dir dafür die folgenden vier Schritte:

Selbstwirksamkeit
Signaturstärken

Woher weiß ich, mit welcher Tätigkeit ich welche Stärken trainiere?

Um den Prozess der Auswahl von Übungen für deine Signaturstärken zu vereinfachen, findest du hier eine Übersicht von beispielhaften Tätigkeiten, mit denen du deine Stärken trainieren kannst.2

Du kannst diese Liste natürlich jederzeit um deine eigenen Ideen ergänzen und erweitern. Anhaltspunkte dafür findest du auch auf der Internetseite mit deinen Testresultaten, die eine Beschreibung der jeweiligen Stärken enthält.

✶ Last but not least: Die Abschluss-Reflektion

Bitte beachte: Nach der Anwendung des Stärken-Trainings solltest du dir unbedingt fünf Minuten Zeit für eine ganz kurze Reflektion nehmen. So optimierst du nach und nach dein Training!

Du kannst dabei die folgenden Fragen beantworten:

Wie ging es mir vorher?

Was konkret habe ich gemacht, um die Stärke neu einzusetzen, und wie ging es mir während des Tuns?

War es leicht oder schwer, die Stärke neu einzusetzen?

Habe ich das Zeitgefühl verloren, bin ich darin aufgegangen – war ich im Flow?

Wie habe ich mich danach gefühlt, was war das Ergebnis?

Wie und wann möchte ich das wiederholen?

Beobachte langfristig, wie sich deine Stimmung und dein Glaube an dich selbst verändert.

Wo finde ich weitergehende Unterstützung für meine Selbstwirksamkeit und mein Selbstbewusstsein?

Bitte denke auch daran, dass das Stärkentraining eine effektive Methode im Sinne einer “Sofort-Hilfe” für deine Selbstwirksamkeit ist, aber keinesfalls alle Probleme lösen kann.

Um deine Selbstwirksamkeit nachhaltig zu stärken, ist es meiner Meinung nach unerlässlich, dass du die richtige Begleitung und Unterstützung erhältst.

Und zwar am besten in Form eines Coachings, bei dem du die Gelegenheit erhältst, deine Fragen zur Thematik zu stellen und tiefgreifender zu arbeiten, um maximale Effekte zu erreichen.

Inhalte meines Female-Empowerment-Coachings, die dich bei der Arbeit an deiner Selbstwirksamkeit unterstützen, sind zum Beispiel:

Du bist es wert” – Audio- und Meditationskurs von Melanie Pignitter, in dem du durch Mentalübungen, eine Affirmationsreise und geführte Meditationen deinen Glauben an dich selbst, dein Selbstvertrauen und deine Selbstwirksamkeit wieder aufbaust und lernst, dir wieder liebevoll zu begegnen und innerlich zu strahlen!

Selbstbestimmte Schöpferfrau” – Audio- und Live Coaching von Ex Marketing-Chefin und nun selbstständiger Mentorin Katharina Thürer, in dem du durch Audio-Lektionen, Mentalübungen, Affirmationen und ein Workbook lernst, deine Selbstwirksamkeit und dein Selbstbewusstsein im Beruf – egal ob selbständig oder festangestellt im Job – wieder voll auszuleben. Das Ziel: Ein selbstbestimmtes Berufsleben voller Leichtigkeit und Freude!


…nutze diese Chance! 🙂 Hier kannst du direkt buchen und mit deiner Selbstwert-Transformation loslegen – für dein Next Level-Selbstbewusstsein:

Ich wünsche dir von Herzen viel Spaß, Kraft, Durchhaltevermögen und Erfolg bei deinem Stärkentraining und deiner Selbstwirksamkeit. Wie immer darfst du dich bei Fragen gerne hier auf meinem Blog über die Kommentarfunktion, oder über die sozialen Medien an mich wenden.

Deine Bella ✨

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Quellen und Literatur

[ 1] Ruch, W., Proyer, R. T., Harzer, C., Park, N., Peterson, C. & Seligman, M. E. P. (2010). Values in Action Inventory of Strengths (VIA-IS). Journal of Individual Differences, 31(3), 138–149. https://doi.org/10.1027/1614-0001/a000022.

[ 2] Quelle: Daniela Blickhan (2015, S. 367 f.). In: Daniela Blickhan: Positive Psychologie. Paderborn: Junfermann Verlag. ISBN: 9783955713638.

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